LME GERMANY Liebl Motorsport Engineering

Fahrzeugentwicklung und Fahrdynamik im Motorsport

Ein Fahrzeugprogramm führen und die Technik darin selbst verantworten.

Dominic Liebl leitet Entwicklungsprogramme für Hochleistungsfahrzeuge. Davor Chief Designer eines LMP1 in der FIA WEC und Performance Engineer in einem DTM-Herstellerprogramm.

Hypercar-Programm
Entwicklungsleitung
FIA WEC 2015
Chief Designer
DTM-Herstellerprogramm
Performance Engineer
GT3 · DTM · F4 · W Series
Race Engineer
Im Motorsport seit
2006

Entwicklungsleitung

Überblick über jedes einzelne Teil.

Von 2023 bis 2026 habe ich die Entwicklung zweier Hypercar-Programme fachlich geführt und koordiniert — als externes Mandat über LME. Projekt- und Budgetplanung lagen in meiner Verantwortung, ebenso Produktstruktur, Stückliste und Beschaffung.

Ein Fahrzeugprogramm scheitert selten an einer Rechnung. Es scheitert daran, dass niemand den Überblick über tausende Teile behält — über Konstruktionsstand, Bestellstatus und Lieferzeit — und Entscheidungen deshalb zu spät fallen.

Meine Antwort darauf ist unspektakulär und wirksam: Termine, Kosten und Stückliste hängen an derselben Quelle. Die BOM wird aus der CAD-Struktur abgeleitet statt von Hand gepflegt, Verzug wird gerechnet statt gemeldet, und jede Budgetposition nennt ihre Schätzbasis — Angebotspreis, Richtpreis oder Schätzung.

  1. Ziel und Konzept

    Zielwerte setzen, Reglement auslegen, das Konzept dagegen absichern.

  2. Projekt- und Terminplanung

    Arbeitspakete, Dauern und Meilensteine mit RACI-Zuordnung über alle Entwicklungspartner. Verzug wird gerechnet: Plan gegen Plan, Abweichung in Tagen.

  3. Budget- und Kostenplanung

    Budgets je Arbeitspaket, Plan-Ist-Trennung und Mittelabfluss je Kalenderwoche, regelmäßig gegen den Plan berichtet.

  4. Stückliste und Beschaffung (BOM)

    Die BOM als führendes Dokument, aus der CAD-Struktur abgeleitet: Lieferant, Angebotsvergleich, Teile- und Rüstkosten, Lieferzeit, Bestellstatus je Position.

  5. Reifegrad und Freigabestände

    Prozessstufe je Bauteil, Freigabestände eingefroren und nachvollziehbar, Bestellstatus direkt im Modell sichtbar.

  6. Qualität und Risiko (QMS)

    Abgleich gegen den QM-Master des Produktionspartners. Als Leistung: QMS-Konzeption sowie FMEA-Moderation und Risikobewertung.

Eine Umgebung statt fünf Insellösungen

Meine Kernaufgabe im letzten Programm war nicht das einzelne Bauteil, sondern die Verbindung dazwischen: CAD, Stückliste, Beschaffung, Projektplanung und Qualitätsstand tauschen ihre Daten automatisch und in beide Richtungen aus. Eine Änderung im Modell erreicht die Stückliste, der Bestellstatus erreicht das Modell, der Reifegrad erreicht den Terminplan.

Der Zweck ist nicht Eleganz, sondern Personalstärke. Was in großen Häusern fünf Abteilungen und ebenso viele Systeme braucht, lässt sich so von wenigen Leuten überblicken — und zwar tagesaktuell statt im Wochenrhythmus.

Datenkreislauf zwischen CAD, Stückliste, Beschaffung, Planung und Qualität Fünf Bereiche sind über eine gemeinsame Datenbasis in der Mitte verbunden; die Verbindungen laufen in beide Richtungen. eine Datenbasis CAD BOM PROCUREMENT PLANNING QM bidirektional · automatisiert · tagesaktuell
Methoden und Werkzeuge
  • BOM
  • CAD2BOM
  • RACI
  • Gantt
  • MS Project
  • Meilensteinplanung
  • Budgetplanung
  • Kostenverfolgung
  • FMEA
  • QMS
  • ISO 31000
  • ISO 26262
  • ISO 9001 / IATF 16949

Zur Einordnung: FMEA-Moderation, Risikobewertung und QMS-Konzeption biete ich als Leistung an. Normen sind mein Bezugsrahmen, kein Siegel — Stücklisten, Zeichnungsstände und Freigabedokumentation liefere ich so, dass ein nach ISO 9001 oder IATF 16949 geführtes Qualitätssystem sie ohne Nacharbeit aufnimmt. Eine eigene Zertifizierung besteht nicht.

Leistungen

Die Tiefe, aus der die Entscheidungen kommen.

Konzept, Konstruktion, Simulation und Streckenarbeit liegen bei derselben Person. Jede dieser Disziplinen steht auch einzeln als Auftrag zur Verfügung.

01

Fahrzeugkonzeption

Reglementsauslegung, Zielwerte, Package und Gesamtlayout — vom Regelwerk bis zum abgesicherten Bauraum.

  • LMP1
  • LMH / LMDh
  • GT
  • Rallye-Raid
02

Konstruktion & CAD

Außenhaut, Monocoque, Fahrwerk und Antriebsstrang in CATIA V5 und 3DEXPERIENCE, inklusive Composite- und Werkzeugkonstruktion.

  • CATIA V5
  • 3DEXPERIENCE
  • Composite
  • Tooling
03

Aerodynamik & CFD

Eigene Rechenkette auf OpenFOAM: Vernetzung, Löserlauf, Kraftbeiwerte und Variantenvergleich, ausgewertet in ParaView.

  • OpenFOAM
  • ParaView
  • snappyHexMesh
  • LIC
04

Fahrdynamik & Simulation

Kinematikauslegung und Hardpoint-Optimierung, Rundenzeitsimulation und Betrieb eines Fahrsimulators.

  • MATLAB
  • ADAMS
  • Lap time sim
  • DIL
05

Race & Performance Engineering

Einsätze an der Strecke: Setup, Testprogramme, Datenanalyse und Wettbewerbsanalyse.

  • MoTeC
  • PI Toolbox
  • WinTAX4
  • RaceStudio2
06

Eigene IT-Infrastruktur

Projektdaten und Dokumente in einem eigens betriebenen Cloud-System auf Maschinen am Firmenstandort, inklusive eigener Office-Anwendung. Je Projekt ein abgeschlossener Bereich mit erweiterten Nutzerrechten; Rechenarbeitsplätze und Cloud-Speicher sind auch mietbar.

  • Nextcloud
  • Euro Office
  • Zwei-Faktor-Pflicht
07

Software und Programmierung

Vollständige Anwendungen und Werkzeuge in MATLAB, im Motorsport im Einsatz: Datenauswertung, Berichterstellung, Rechenketten und Auslegungswerkzeuge. Dazu zwei eigene Android-Anwendungen in Entwicklung und Vertrieb über den Google Play Store sowie freiberufliche Lehrtätigkeit in MATLAB.

  • MATLAB
  • App Designer
  • BordLog
  • ThesLog
  • Kurse

Workstations mieten

Große Rechnungen brauchen keinen großen Anbieter.

Drei eigene Linux-Arbeitsplätze, stundenweise buchbar für Ihre eigenen Rechnungen — CFD etwa mit OpenFOAM, ebenso FEM oder andere rechenintensive Aufgaben. Sie erhalten einen eigenen Nutzer und richten Ihre Rechenumgebung darin selbst ein. Abgerechnet wird die Laufzeit der Maschine.

Arbeitsplatz 1
Linux Mint
Kerne
44 physisch · 88 Threads
RAM
881 GB
Grafik
4 GB · 1124 MHzBildausgabe, kein Löser
Arbeitsplatz 2
Linux Mint
Kerne
36 physisch · 72 Threads
RAM
755 GB
Grafik
ohne, rein rechnend
Arbeitsplatz 3
Linux Mint
Kerne
36 physisch · 72 Threads
RAM
755 GB
Grafik
ohne, rein rechnend
72 Kerne · 1,5 TB RAM Arbeitsplatz 2 + 3 zusammen
116 Kerne · 2,4 TB RAM alle drei Arbeitsplätze zusammen
Von allen drei Arbeitsplätzen gemeinsam genutzt
4,3 TB gemeinsamer Projektspeicher
10 GbE zwischen den Knoten
NVMe lokal je Arbeitsplatz

Gebucht wird je Arbeitsplatz. Die Maschinen sind über ein 10-Gigabit-Netz mit gemeinsamem Projektspeicher verbunden; eine über mehrere Arbeitsplätze gekoppelte Rechnung stimmen wir vorab ab. Unabhängig davon ist Projektspeicher im eigenen Cloud-System mietbar — eigener Bereich, erweiterte Nutzerrechte, Zwei-Faktor-Pflicht.

Der Arbeitsspeicher ist der eigentliche Punkt. 881 GB auf einem einzelnen Knoten sind genau das, was bei den großen Anbietern unverhältnismäßig teuer wird: große Netze, transiente Rechnungen und Fälle, die sonst zerlegt werden müssten, laufen hier auf einer Maschine. Bei CFD wie bei FEM wird auf physische Kerne verteilt, nicht auf Threads — deshalb steht dort 116 und nicht 232.

Preise und Verfügbarkeit können angefragt werden.

So läuft eine Buchung

  1. Anfragen und bestellen

    Sie schildern, was gerechnet werden soll. Keine offene Registrierung.

  2. Zugang wird eingerichtet

    Der Zugang wird persönlich angelegt und für die Rechenarbeitsplätze freigegeben.

  3. Umgebung selbst einrichten

    Löser, Werkzeuge und etwaige Lizenzen bringen Sie mit.

  4. Buchen und rechnen

    Zeitfenster wählen, die Maschine fährt selbst hoch. Fernzugriff, Browser-Terminal oder SSH — an die Buchung gebunden.

  5. Abrechnung nach Laufzeit

    Nutzungsnachweis als PDF, direkt als Rechnungsanlage verwendbar.

Wer außer Ihnen Zugriff hat

Wer Konstruktionsdaten aus dem Haus gibt, will wissen, wo sie liegen und wer sie sehen kann.

  • Ein eigener Nutzer je Kunde

    eigenes Benutzerkonto, eigener Arbeitsbereich — kein geteiltes Verzeichnis.

  • Verschlüsselt auf allen drei Wegen

    HTTPS mit eigenem Zertifikat, SSH über VPN, Fernzugriff über einen Vermittlungsserver, der hier steht.

  • Anmeldung mit zweitem Faktor

    wahlweise per Authenticator-App oder Sicherheitsschlüssel.

  • Der Schlüssel verfällt mit der Buchung

    wird am Buchungsende entfernt; jeder Zugang wird persönlich eingerichtet.

  • Fremdzugriff nur mit Ihrer Freigabe

    nur wenn Sie das im Portal freigeben. Ohne Haken kein Zugriff.

  • Die Daten bleiben hier

    Maschinen am Firmensitz, keine fremde Cloud, keine Weitergabe an Dritte.

Was dabei anders ist
  • Abrechnung nach Laufzeit
  • 881 GB RAM auf einem Knoten
  • keine fremde Cloud
  • freie Wahl der Rechensoftware

Buchungsportal und Anmeldung laufen auf einem eigens betriebenen Server innerhalb der EU. Die Arbeitsplätze laufen nicht rund um die Uhr — außerhalb Ihrer Buchung sind sie abgeschaltet. Vermietet wird die Rechenleistung, keine fertige Rechenumgebung.

Cloud-Speicher mieten

Jedes Projekt findet dieselbe Ordnung vor.

Der Dateidienst läuft auf Nextcloud auf eigener Hardware am Firmenstandort in Deutschland, der Zugang über einen eigenen Server innerhalb der EU — kein großer Cloud-Anbieter ist beteiligt. Ausgelegt ist er auf Dokumente, Zeichnungen und Berichte; Datensätze im zweistelligen Gigabyte-Bereich gehören nicht über die Leitung, sondern bleiben dort, wo gerechnet wird.

Oberste Ebene, in jedem Bereich gleich
  • 00_INTERNAL
  • 02_CHASSIS&BODY
  • 05_POWERTRAIN
  • 08_AERODYNAMICS
  • 30_PROCEDURES
  • 90_REGULATIONS
  • … und weitere, je nach Programm

Keine leere Ablage

Jeder Kundenbereich wird nach demselben nummerierten Schema eingerichtet: Fahrzeug, Antrieb, Aerodynamik, Elektronik, Abläufe, Reglement, Bildmaterial. Die oberste Ebene trägt überall dieselben Nummern und Namen, die zweite Ebene folgt demselben Muster.

Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist im laufenden Programm keine: Wer eine Zeichnung sucht, sucht sie in jedem Projekt an derselben Stelle — und wer eine ablegt, muss nicht entscheiden, wohin.

  • Freigabe Ordner für Ordner

    Zugriff wird nicht pauschal für einen ganzen Bereich erteilt, sondern je Ordner. Was nicht ausdrücklich für eine benannte Person freigegeben ist, bleibt geschlossen — auch neu angelegte Ordner.

  • Rechte aus einer Matrix

    Welche Person welchen Ordner sieht, steht je Kunde in einer Zugriffsmatrix. Der Server liest sie alle fünf Minuten erneut und setzt die Rechte danach — nichts wird von Hand nachgepflegt.

  • Ein Bereich je Kunde

    Jeder Kunde arbeitet in seinem eigenen Projektbereich. Die Bereiche anderer Kunden erscheinen in seiner Ablage nicht.

  • Nachvollziehbar über ein Jahr

    Anlegen, Ändern, Verschieben und Löschen stehen mit Zeitpunkt und Konto im Verlauf des Dienstes, rückblickend über das letzte Jahr.

  • Schutz vor Fehlbedienung

    Gelöschte Dateien liegen 30 Tage im Papierkorb, von bearbeiteten bleiben frühere Fassungen erhalten. Das deckt versehentliches Löschen und Überschreiben ab.

  • Zweiter Faktor Pflicht

    Jeder persönliche Zugang verlangt neben dem Kennwort einen zweiten Faktor — Authenticator-App, Sicherheitsschlüssel oder Einmalcode.

Dokumente lassen sich im Browser bearbeiten, auch gemeinsam, auf einem eigenen Dokumentenserver. Große Rechendatensätze bleiben dort, wo gerechnet wird: Die Rechenarbeitsplätze sind mit zehn Gigabit an einen gemeinsamen Projektspeicher angebunden, über die Cloud laufen Ergebnisse und Berichte.

LMP1 in der WEC

Vom Kabelbaum zum Gesamtfahrzeug.

Von März 2014 bis September 2015 bei Kodewa / ByKolles Racing im LMP1-Programm der FIA World Endurance Championship. Zwischen dem Einstieg als System- und Dateningenieur und der Verantwortung für das Gesamtfahrzeug als Chief Designer lagen keine zehn Monate.

Dreiviertelansicht von vorne links auf einen schwarz-gold lackierten LMP1-Rennwagen mit der Startnummer 9 auf einem beleuchteten Ausstellungspodest
CLM P1/01 · 2014 · Lackierung der Saison

System und Daten, dann Konstruktion

Einstieg in der Fahrzeugelektronik: Programmierung der elektronischen Komponenten, Betreuung der gesamten Sensorik, Datenauswertung mit Renningenieuren und Fahrern. Auslegung des Kabelbaums zusammen mit dem fertigenden Betrieb.

Dazu Konstruktion mechanischer Bauteile — Kühlluftführungen, Bremsbelüftung, Flügelanbauteile, Pedalerie, Gehäuse für Steuergeräte und Sensorik. Für die Crashtest-Kampagne 2014 Planung der Prüfungen nach FIA-Prozedur, Konstruktion der Prüfvorrichtungen, Abstimmung mit der Prüfstelle und der Bericht, auf dessen Grundlage über die nächsten Schritte entschieden wurde. Für den Windkanallauf im August Zeichnungen von Teilen des Messaufbaus.

Einsätze an der Strecke bei Tests und Rennläufen. Beim WEC-Finale in São Paulo im November 2014 erstmals als Renningenieur am Fahrzeug.

Seitenansicht von links auf einen grau lackierten LMP1-Rennwagen mit neongelben Akzenten an Nase, Schweller und Heckflügel
CLM P1/01 · 2015 · weiterentwickelter Stand

Chief Designer

Ab Anfang 2015 Chief Designer und Leitung der Engineering-Gruppe. Für die Saison 2015 Verantwortung für Konstruktion und Design des Gesamtfahrzeugs: CFK-Karosserieteile, die Werkzeuge zu deren Herstellung und die mechanischen Bauteile. Auslegung des neuen Renngetriebes gemeinsam mit den Getriebe- und Motorenherstellern, Beteiligung an Auslegung und Konstruktion des neuen Fahrwerks.

Das Fahrzeug trug in beiden Jahren dieselbe Typbezeichnung: CLM P1/01. Was 2015 an die Strecke ging, war ein weiterentwickelter Stand desselben Autos, kein neues.

Hypercar bei Apollo

Vier Fahrzeuge über acht Jahre.

Von 2015 bis 2023 als externes Mandat über LME Germany an vier Hypercar-Projekten beteiligt — mal an einem einzelnen Bauteil, mal an Fahrwerk und Getriebe eines ganzen Fahrzeugs, zuletzt am Testprogramm an der Strecke.

Weiß-schwarz lackierter Supersportwagen Apollo N in Dreiviertelansicht von vorne rechts, mit großem Heckflügel und Frontsplitter
Apollo N · 2015

Spezifikation, Heckhaube, Abstimmung

Fahrzeugspezifikation, Konstruktion der Heckhaube und Fahrdynamiksimulation des Gesamtfahrzeugs in eigener Software. An der Strecke Aerodynamikmessungen und Fahrwerksabstimmung, dazu die Getriebesoftware gemeinsam mit dem Hersteller.

Orange lackierter Supersportwagen Apollo Arrow in Seitenansicht
Apollo Arrow · 2016

Spezifikation, Karosserie, Fahrwerk, Getriebe

Fahrzeugspezifikation und Konstruktion der Karosserie. Fahrwerk von der Simulation über die Auslegung bis zur Konstruktion, Getriebe in Simulation und Auslegung; Fahrdynamik des Gesamtfahrzeugs in eigener Software.

Silberner Supersportwagen Apollo Intensa Emozione in Dreiviertelansicht von vorne links, mit blauen Akzenten an Bremssätteln und Aerodynamikteilen
Apollo Intensa Emozione · 2022 – 2023

Testprogramm, Kühlung, Interieur

Leitung des Testprogramms 2022 und 2023, Optimierung der Kühlung, Auslegung des Racing-Interieurs.

Rot-orange lackierter Supersportwagen Apollo EVO in Seitenansicht
Apollo EVO · 2022 – 2023

Cooling, active aero, active ride height

Leitung des Testprogramms, Auslegung und Optimierung der Kühler, Spezifikation der aktiven Aerodynamik, Auslegung der aktiven Fahrzeughöhenregelung gemeinsam mit einem Dämpferhersteller.

Hypercar bei De Tomaso

Zwei Programme, 2023 bis 2026.

Entwicklungsleitung für zwei Fahrzeugprogramme als externes Mandat über LME Germany. Die Arbeiten umfassten die Auslegung von Fahrwerk und Kinematik sowie der Bodywork-Komponenten, CFD-Berechnungen und Fahrdynamik auf eigener Hard- und Software, die Abstimmung mit den Bauteil-Lieferanten und die Unterstützung bei der Beschaffung. Zur Übersicht der Leitungsaufgaben.

Goldfarben lackierter Sportwagen De Tomaso P72 in Dreiviertelansicht von vorne rechts
De Tomaso P72 · 2023 – 2026

P72

In der Konzeptphase als Independent Head of Development verantwortlich. Erstellung des Lastenhefts nach den Vorgaben des Kunden.

Violett-goldener Prototyp De Tomaso P900 in Dreiviertelansicht von vorne links
De Tomaso P900 · 2023 – 2026

P900

Leitung als Independent Head of Development über die Programmlaufzeit. Auslegung von Fahrwerk und Kinematik sowie der Bodywork-Komponenten, CFD-Berechnungen und Fahrdynamik auf eigener Hard- und Software, Abstimmung mit den Bauteil-Lieferanten und Unterstützung bei der Beschaffung. Jede Baugruppe durchkonstruiert und als fertigungsreife Unterlage geliefert.

Eigene Arbeiten

Aus eigenem Antrieb, bis zur letzten Iteration.

Die Arbeiten in diesem Abschnitt sind ohne Auftrag entstanden: selbst initiiert, selbst finanziert, über Jahre getrieben.

CAD-Rendering des LMP1-Prototyps LME18 von schräg hinten mit Diffusor und Heckflügel
LME18 · 2015 – 2018 · Gesamtfahrzeug

Ein LMP1 vom weißen Blatt

Begonnen als Konzeptstudie LME17, weiterentwickelt zum LME18 — dem Fahrzeug für die Saison 2018. Ein vollständiger LMP1-Prototyp nach FIA-Reglement, ohne Auftrag begonnen und bis zur Investorenzusage getrieben. Das Vorhaben endete mit dem Rückzug von Audi und Porsche aus der Klasse.

Foto des gebauten LME17AI: autonom fahrendes Modell des LMP1 im Maßstab 1:5, rot-gelb lackiert
LME17AI · das gebaute Modell, Maßstab 1:5

Das Modell, das von selbst fährt

Aus dem LME18 entstand ein Fahrzeug im Maßstab 1:5, das nicht ferngesteuert wird, sondern selbst fährt. Es kartiert die Strecke für den Simulator, misst die Streckenrauheit und überträgt alles in Echtzeit. Ein Fahrer kann es aus dem Simulator heraus steuern — währenddessen lernt die Regelung aus seinen Eingaben.

CFD-Auswertung: Stromlinienfeld um den Prototypenkörper mit Geschwindigkeits- und Druckskala
OpenFOAM · ParaView

Aerodynamik aus eigener Rechenkette

Statt zugekaufter Software eine selbst gebaute Kette: Skriptsteuerung für Netz und Löserlauf, Auswertung in nummerierten Reportserien. Jede Iteration ist reproduzierbar — gleiche Schnitte, gleiche Skalen. Validiert gegen den Ahmed-Body-Referenzfall.

CATIA-Ansicht des Gesamtfahrzeugs mit Strukturbaum der Hauptgruppen und überlagerten Stromlinien
CATIA V5 · ParaView-Stromlinien im Modell

Struktur, die das ganze Team lesen kann

Die Werkzeugbasis dahinter: eine verbindliche Produktstruktur, ein eigener Materialkatalog, eine Normteilbibliothek und selbst geschriebene CATVBA-Werkzeuge für Stückliste, Masse und Schwerpunkt. Reglementsartikel liegen als Prüfvolumen im Modell.

Drei Griffe sparen dabei die meiste Zeit. Die Stromlinien aus ParaView wandern zurück ins CATIA-Modell, sodass Aerodynamik am Bauteil diskutiert wird statt im Bildbetrachter. Der Beschaffungsstatus ist in der Baugruppe farblich sichtbar. Und die Struktur folgt der echten Aufbausequenz des Fahrzeugs, verknüpft mit den Lieferterminen — wer die Baugruppe öffnet, sieht, ob der nächste Montageschritt überhaupt beliefert ist.

CAD-Rendering der LMDh-Konzeptstudie LME23 in Frontansicht, unlackiert
LME23 · 2021 – 2023

Der nächste Regelsatz: LMDh

Der LME23, eine Prototypenstudie im LMDh-Rahmen: Außenhaut, Unterboden, Frontsplitter, Kühlluftführung und Heckpartie als Flächenmodell, Reglementsgeometrie als Prüfvolumen, das Einheitsgetriebe als Einbauvorgabe.

App-Entwicklung

Zwei eigene Anwendungen.

Entwurf, Umsetzung, Pflege und Vertrieb in eigener Hand — von der Datenhaltung über die Oberfläche bis zur Abrechnung im Store.

Signet der App BordLog: silberner Würfel mit Schriftzug BordLog, darauf ein Sportwagen, ein Notizbuch und eine Zapfsäule

BordLog

Elektronisches Fahrtenbuch für Android — von der Einzelnutzung bis zum Fuhrpark mit mehreren Fahrern und Fahrzeugen. Mehrsprachig, mit Abgleich über ein eigenes Cloud-Konto statt über fremde Dienste.

Signet der App ThesLog: silberner Würfel mit Schriftzug ThesLog, darauf ein Stapel Karteikarten und ein Globus

ThesLog

Vokabeltrainer nach dem Karteikartenprinzip für Android. Eigene Kartensätze, Abfrage in beide Richtungen, Fortschritt je Karte.

Profil

Dominic Liebl

Ausgebildeter Karosserie- und Fahrzeugbauer, danach Maschinenbau mit Schwerpunkt Fahrzeugtechnik bis zum M.Sc. Seit 2006 im Motorsport — vom Datenanalysten im Kartsport über LMP1 bis zur Entwicklungsleitung von Hochleistungsfahrzeugen.

2015 Chief Designer des LMP1-Fahrzeugs CLM P1/01 in der FIA World Endurance Championship: Fortführung von Konstruktion und Entwicklung und der Aufbau der Gruppen Elektronik, Aerodynamik und Konstruktion aus dem Nichts.

Von 2017 bis 2020 Performance Engineer im BMW-DTM-Programm, stationiert bei BMW Motorsport in München: Rundenzeitsimulation, Wettbewerbsanalyse und technische Schnittstelle zu den drei DTM-Mannschaften. In der Saison 2020 als Liaison- und Performance Engineer an der Strecke beim privat eingeschriebenen BMW-DTM-Kundenteam, zuständig für das Fahrzeug von Robert Kubica.

Zwei Fachbücher zu Rennfahrzeugdynamik und Rundenzeitoptimierung. Dozent für CATIA V5 und MATLAB.

  • 2015 – heute LME Germany Inhaber · Entwicklungsleitung und Engineering
  • 2023 – 2026 Entwicklungsleitung, De Tomaso P72 · P900 · über LME Germany
  • 2021 – heute Race Engineer W Series · GT World Challenge · DTM · Lamborghini Super Trofeo · Formel 4 CEZ
    freiberuflich über LME Germany
  • 2017 – 2020 Performance Engineer, DTM Reinhold Motorsport · bei BMW Motorsport, München
  • 2015 – 2023 Hypercar-Projekte, Apollo N · Arrow · Intensa Emozione · Evo · über LME Germany
  • 2015 Chief Designer, LMP1 Kodewa / ByKolles Racing · CLM P1/01 · FIA WEC
  • 2014 System & Data Engineer Kodewa · Lotus LMP1
  • 2014 Simulation Specialist, Fahrdynamik TESIS DYNAware
  • 2012 / 2013 B.Eng. · M.Sc. Maschinenbau Regensburg · Fahrzeugtechnik
  • 2008 – 2012 Data Engineer & Driver Coach Jenzer Motorsport · Formula Renault 2.0
  • 2001 – 2005 Karosserie- und Fahrzeugbauer Abschluss mit Auszeichnung · Kammersieger

Kontakt

Anfragen zu Programm und Aufgabenstellung.

Zwei Arten von Gesprächen führe ich am liebsten: solche über eine Entwicklungsleitung, die besetzt werden muss — fest oder auf Zeit —, und solche über eine konkrete technische Aufgabe, die hängt.

Hilfreich sind drei Angaben: um welches Fahrzeug oder Programm es geht, was erreicht werden soll und bis wann. Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch.

E-Mail
info@lme-germany.de
Telefon
+49 170 7751237
Anbieter
Dominic Liebl Motorsport Engineering Germany
Inhaber: Dominic Liebl
Schützenheimweg 17
93173 Wenzenbach
Deutschland
USt-IdNr.
DE221093007
Im Netz

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